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Chronik der Spielvereinigung in Bild und Schrift...


 
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Kurt Werner Fricke (†)

Die Spielvereinigung trauert um Kurt Werner Fricke
Die Spielvereinigung trauert um Kurt Werner Fricke. Der langjährige 1. Vorsitzende und seit 1989 auch Ehrenvorsitzende der Spielvereinigung Groß-Umstadt ist am Sonntag, den 7.November 2004 im Alter von 76 Jahren gestorben. Werner Fricke übernahm 1965 erstmals den Vereinsvorsitz der Spielvereinigung und leitete fortan die Geschicke "seines" Klubs insgesamt 17 Jahre und war bis heute auch der dienstälteste Vorsitzende der SpVgg. Fricke war in seiner langen, engagierten Tätigkeit in allen Bereichen immer ein absolutes Vorbild für uns alle. Die Spielvereinigung wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Somit war es keine Frage, die jährlich stattfindenden Hallenfußballturniere nach Werner Fricke zu benennen.

In Oberröblingen an der Helme, einem kleinen Dorf inmitten der Goldenen Aue am Fuße des Südharzes gelegen, verbrachte der beliebte Sportler seine Kindheit und Jugendzeit. Beim dortigen VfB, später umbenannt in Empor Oberröblingen, begann Werner Fricke seine Fußballkarriere. Als Jugendlicher mit unwahrscheinlichem Ta-lent ausgestattet, spielte er mit 17 Jahren schon in der 1. Mannschaft. Auswahlspiele im Kreis Sangerhausen sowie im Bezirk Halle waren undenkbar ohne den gefürchte-ten Linksaußen. Durch sein fußballerisches Können trug er damals wesentlich dazu bei, dass gegen Mannschaften aus der höchsten Spielklasse der DDR, wie zum Bei-spiel Turbine Halle, Turbine Erfurt, Motor Jena, Lokomotive Stendal und Motor Wei-mar schöne Erfolge erzielt werden konnten. Trotz eines komplizierten Beinbruches setzte er nach über einjähriger Zwangspause alles daran, um schnellstens seinem geliebten Fußballsport wieder ausüben zu können.

Im Jahr 1956 entschloss sich Werner Fricke, seinen Wohnsitz von Oberröblingen nach Groß-Umstadt zu verlegen. Diese, nach reiflicher Überlegung getroffene Ent-scheidung, machte er sich nicht einfach zumal er einen stattlichen Bauernhof zurück-ließ. Nachdem er in Groß-Umstadt Arbeit und Wohnung gefunden hatte, ging es schnell und stetig wieder aufwärts. Sofort schloss sich Werner Fricke der Spielverei-nigung an und stellte sich als aktiver Spieler dem Verein zu Verfügung. Er kannte die Spielvereinigung und viele ihrer Akteure bereits aus den unvergesslichen Freund-schaftsspielen Ostern 1954 in Oberröblingen und im seIben Jahr zu Pfingsten hier in Groß-Umstadt. Hinzu kamen seine ehemaligen Mannschaftskameraden Erich Ebe-ling und Otto Knauf als Bezugspersonen. Auch seine Mitspieler Paul Reinsch, Günter Weise und Heini Ringleb hatten sich zu diesem Zeitpunkt schön längst der Spielver-einigung angeschlossen. In der Amateurligazeit gehörte der Neu-Groß-Umstädter zum aktiven Kreis der Mannschaften als Spielmacher und Freistoß-Spezialist.

Im Jahr 1962, bereits 34 Jahre alt, übernahm er als Spielertrainer die aktiven Mann-schaften des TSV Klein-Umstadt. Auf Anhieb schaffte er dort den Aufstieg in die B-Klasse mit seiner 1. Mannschaft. Als Torschützenkönig mit 16 Treffern, davon 9 Frei-stöße, zeigte er an neuer Wirkungsstätte, was noch in ihm steckte. Nach

zweijähriger erfolgreicher Arbeit beim TSV Klein-Umstadt kam er zur Spielvereini-gung zurück. Zunächst übernahm Fricke als Spielertrainer und später  als Trainer die Verantwortung für die aktiven Fußballmannschaften. Auch hier versuchte er mit Ent-schlossenheit die Mannschaften zu motivieren. Doch als im selben Jahr der amtie-rende 1. Vorsitzende sein Amt zur Verfügung steIlte, herrschte Resignation bei der Spielvereinigung. Da kein geeignetes Mitglied bereit war, den Vorsitz zu überneh-men, nahm unser Sportfreund Werner Fricke im Jahre 1965 das Ruder in seine Hän-de. Der neugewählte 1. Vorsitzende wusste im vorhinein, dass da keine leichte Funk-tion auf ihn zu kam. Der Abstieg aus der A-Klasse war vorgezeichnet. Am Saisonen-de trat der Verantwortliche als Trainer zurück.

Seine ganze Kraft benötigte er nun für die Führung des Vereins. Alles was da in mü-heseliger Kleinarbeit langsam mit Erfolg aufgebaut wurde, schien 1971, als Werner Fricke sich bedingt durch seinen Hausbau, nicht mehr zur Kanditatur stellte, ins Wanken zu geraten. Trotz Wiederaufstieg in die A-Klasse verbrauchte die Spielver-einigung bis 1978 drei Vorsitzende.

Nach erneutem Abstieg im 50. Jubiläumsjahr, war niemand mehr bereit, den Verein zu führen. Werner Fricke musste wieder her und die Spielvereinigung übernehmen. Er leitete nun, unterstützt von vielen - zum Teil heute noch im Vorstand vertretenen Mitarbeitern - eine wiederum erfolgreiche Ära der Spielvereinigung ein. Nun ging es unaufhaltsam aufwärts, dank der Initiative des zurückgekehrten Werner Fricke und seines Teams. Alles in chronologischer Reihenfolge aufzuzählen, würde den Rah-men dieses Artikels sprengen. Doch einige herausragende Beispiele sollten nicht unerwähnt bleiben.

Das Vereinsheim wurde geplant, gebaut und 1980 eingerichtet. Die finanziellen Ver-hältnisse wurden dank Winzerfest-Einsatz und das ins Leben gerufene Turnier der Nicht-Fußballspielenden Vereine in den Griff bekommen. Der große Personalbedarf dieser Veranstaltungen und im Vereinsheim wurde von Fricke selbst koordiniert. Vie-le Helfer schlossen sich dem Aufwärtstrend an.

Die 1963 ins Leben gerufene Tischtennisabteilung war längst zum festen Bestandteil des Vereins geworden und entwickelte sich prächtig. Neben vielen anderen Erfolgen stieg die 1. Mannschaft bis in die Bezirksliga auf. Die Fußballjugend wuchs zu einer der größten und erfolgreichsten Abteilungen im Kreis. Neben vielen Kreismeistertiteln stieg die A-Jugend in die Bezirksklasse auf.

Nur die Aktiven brauchten etwas länger. Der Samen war zwar schon längst gesät, doch die Frucht ging erst im 60. Jubiläumsjahr auf. Mit Erringung der Meisterschaft in der B-Klasse 1988 und dem damit verbundenen Aufstieg in die A-Klasse machten sie der Spielvereinigung und ihrem 1. Vorsitzenden, der im Jubiläumsjahr seinen 60. Geburtstag feiern konnte, das schönste Geschenk. Dass der Verein heute sportlich und finanziell auf gesunden Füßen steht, ist ein Mitverdienst von Werner Fricke, der bei seinen Aktivitäten stets die Unterstützung seiner Familie besaß.

Der beispiellose Einsatz unseres ehemaligen 1. Vorsitzenden ist Verpflichtung und Ansporn aller folgenden Vorstände und Vereinsmitglieder, das Erreichte zu erhalten und, wenn möglich, noch zu verbessern.




 

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